Die Spezialisten in Sachen Kuscheldecke

Ein absoluter Spezialist in Sachen Kuscheldecke ist das Traditionsunternehmen David Fussenegger. Seit 200 Jahren beschäftigt sich der Vorarlberger Betrieb mit dem Thema Textil im Allgemeinen und „aufgerautem Jaquardgewebe“ im Speziellen.

                                                              

Auftragsarbeit

Neben fünf eigenen Kollektionen pro Jahr fertigt Fussenegger exklusive Entwürfe für andere Unternehmen, Hotels oder Organisationen. Auch der Tirol Shop vertraut bei den Decken und Kissen auf „Made in Austria“-Produkte aus dem Hause Fussenegger. Erstens, weil sich die Qualität über viele Jahre bewährt hat. Zweitens, weil es in Tirol gar keinen vergleichbaren Produzenten gäbe. Und drittens passen die Werte von Fussenegger quasi deckungsgleich zu jenen der Marke Tirol. Das Design der eigens für uns gefertigten Produkte entsteht im Teamwork zwischen Tirol Shop und den Designern von Fussenegger, die Produktion erfolgt im Werk in Dornbirn. Wie viel – auch händische – Arbeit hinter den Produkten steckt, zeigt sich spätestens bei unserem Besuch in Vorarlberg.

                                                              

Ratternd und knatternd wächst die Decke

In der großen Halle ist es laut: mehr als zehn Webmaschinen laufen gleichzeitig und rattern rhythmisch vor sich hin. Sekunde um Sekunde wachsen die Muster auf den Stoffbahnen, innerhalb weniger Minuten breitet ein weißer Adler seine Schwingen auf blauem Grund aus – einer der neuesten Entwürfe unserer Home-Kollektion. Es wird immer mit zwei Fäden gewebt – die lange, weiße sogenannte „Kette“ bildet die Basis. Der „Schuss“, also jener Faden, der abwechselnd einmal über und einmal unter den weißen Basisfaden gefädelt wird, ist bunt – so entstehen die Muster. Was sich hinter dem Fachjargon-Begriff „aufgerautem Jaquardgewebe“ verbirgt? Gewebte Stoffe aus Baumwollgarn, die zur Veredelung mithilfe spezieller Drahtbürsten so lange „gekratzt“ (= aufgeraut) werden, bis sie eine flauschig weiche Oberfläche aufweisen. 

Manche Decken sind so detailverliebt, man kann sich kaum vorstellen, dass sie tatsächlich gewebt und nicht gedruckt wurden: „Unsere erste Fussenegger-Decke entstand nach Fotovorlage“, erinnert sich Tirol Shop-Geschäftsführerin Claudia Pichler. Eine romantisch-verschneite Winterlandschaft war das Motiv: Dieses wurde von einer Designerin in mühevoller Detailarbeit am Computer gerastert und jeder Punkt definiert. Schließlich wurde eine Vorlage – ähnlich einer Druckplatte – erstellt. „Die Maschinen setzen die Vorlage dann um. Dass ein Stoff wirklich gewebt ist, erkennt man übrigens auch daran, dass das Motiv auf der Rückseite umgekehrt ist“, erklärt Griessmayer.

                                                            

Was Weinbauern mit einer Kuscheldecke gemein haben

Während der Akt des Webens selbst trotz Mustern mit kleinsten Details ein relativ einfacher ist – er unterscheidet sich auch in der professionellen, maschinellen Ausübung nicht wesentlich von jener Technik, die bereits Kinder in der Volksschule erlernen – ist der Prozess des Aufrauens dafür umso diffiziler. Auf riesigen Trommeln befestigte Drahtbürsten werden gleichmäßig über die gewebten Stoffbahnen geführt

 „Da muss man mit der richtig dosierten Kraft reingehen, um das Gewebe aufs Maximum aufzurauen, ohne aber die Faser zu beschädigen. Die Kette darf dabei nicht beschädigt werden, nur der Schuss wird aufgeraut“, erklärt Griessmayer. „Das ist ein Prozess, den kann man nicht maschinell machen, da braucht es ganz viel Fingerspitzengefühl und ist sozusagen der Kern unseres Know-Hows. So wie der Weinbauer erspürt, wann die Trauben reif sind, müssen auch unsere Mitarbeiter erkennen, ob das Gewebe genug geraut wurde oder ob man nochmal drübergehen muss, damit es wirklich weich ist. Das muss man bei jeder Partie individuell erfühlen.“

Handarbeit beim Nähen, Falten und Verpacken

Nicht nur das Aufrauen, sondern auch das abschließende Veredeln der Produkte wird einer Manufaktur gleich von Hand gemacht. Im Nebenraum der überdimensionalen Webstühle sitzen Näherinnen an den Maschinen. Sie endeln die zugeschnittenen Decken und verleihen ihnen den letzten Schliff. Dann werden die Decken händisch gefaltet und verpackt. „Wir liefern das gesamte Produkt, vom Garn bis zum verpackten Artikel, das ist unsere Stärke.“ Eigene Shops hat Fussenegger nicht, die Produkte werden ausschließlich über Händler verkauft. Die für die Kollektion Tirol entworfenen Kissen und Decken sind exklusiv im Tirol Shop erhältlich. 

                                                                                          

Wenn aus Stoffresten Neues entsteht

Auch das Thema Nachhaltigkeit wird bei Fussenegger seit jeher großgeschrieben – nicht nur, was die Treue zum Standort Österreich, sondern auch die verwendeten Materialien betrifft. Ein weiteres, entscheidendes Argument, warum der Tirol Shop auf die Produkte des Vorarlberger Traditionsunternehmens zurückgreift. „Uns ist es wichtig, dass unsere Partnerfirmen nachhaltig und regional arbeiten“, sagt Claudia Pichler. Fussenegger sei ein Vorzeigebeispiel: Für die Tirol-Decken wird ausschließlich GOTS-zertifizierte Bio-Baumwolle oder Recycling-Baumwolle verwendet. „Die Bio-Baumwolle mit Zertifikat garantiert volle Transparenz über Herstellungs- und Arbeitsbedingungen während der Produktion - vom Bauern bis zum Endprodukt. Auch wir werden jährlich auf die Einhaltung aller Standards kontrolliert,“ erklärt Griessmayer von Fussenegger.

Die Recycling-Baumwolle hingegen stammt von sogenannten Primär-Abfällen der Konfektionsindustrie, aus Stickereien und anderen Betrieben. „Das hat nichts mit alten Sachen aus dem Kleidercontainer zu tun, sondern mit neuen Stoffresten, die beim Zuschnitt in der Textilproduktion entstehen.“ Das Recycling erfolgt in der norditalienischen Stadt Biella – einem Kompetenzzentrum in Sachen Wolle – wo die Reste gerissen, gedrechselt, geschreddert und dann zu der Farbe gemischt werden, die gebraucht wird. Anschließend wird das Recycling-Garn gesponnen und zu neuen, schönen Produkten gewebt – wie zum Beispiel dem Kissenbezug „Tradition“.